Projekttage im Almtal

Projekttage_Almtal_900x600

Während eures Aufenthalts im Almtal lernt ihr drei beeindruckende Schauplätze kennen und erlebt Tage voller Abenteuer, Spaß und Spannung inmitten grüner Wiesen und Wälder vor einer einzigartigen Bergkulisse. Ihr werdet als Wissenschaftler durch die Feuchtgebiete streifen, ein Bauprojekt im Schutzgebiet verhindern, im Reich von Biber und Fischotter auf Spurensuche gehen und im Cumberland Wildpark alles über das Verhalten von Luchsen, Bären und Wölfen erfahren.

In unseren Gesprächen könnt ihr eure bisherigen Erfahrungen und euer Wissen einbringen und Fragen stellen, die EUCH interessieren. Wir begleiten euch als Experten, beantworten eure Fragen, ermöglichen euch den Einblick in das Zusammenspiel natürlicher Prozesse und zeigen euch auf welche Auswirkungen menschliche Eingriffe auf diese Lebensräume haben.
a

Streifen_PT_Almtal_2

a

BEISPIEL FÜR EINEN 3-TÄGIGEN AUFENTHALT

 

1. Tag

Vormittag

Anreise, anschließend Mittagessen in der Unterkunft

Nachmittagsprogramm

AUF SPURENSUCHE IM REICH VON BIBER UND FISCHOTTER

Nach dem Mittagessen geht es in die Auenwälder an der Alm. Heute lernt ihr die Lebensräume von Biber und Fischotter kennen und erfahrt alles über ihre Bedürfnisse und Verhaltensweisen. Wir erzählen euch von unseren Begegnungen mit diesen scheuen, geschützten Tieren. Wie sie ihre Lebensräume mitgestalten, wie durch ihre Eingriffe die Artenvielfalt gefördert wird und warum sie mit Grundbesitzern, Fischteichbesitzern und Anrainern in Konflikt geraten können.

Anschließend werdet ihr in Teams ein Stück der Fluss- und Auenlandschaft erkunden und den Zustand der Gewässer, Ufer und angrenzenden Auenbereiche untersuchen. Gemeinsam analysieren wir, ob dieser Flussabschnitt die Voraussetzungen für das Vorkommen von Biber und/oder Fischotter erfüllt und durch welche Einrichtungen sich diese gestört fühlen könnten.

Danach suchen wir entlang der Schotterbänke und in den Uferbereichen gezielt nach Hinweisen auf Biber- und Fischottervorkommen sowie nach Tierspuren und Fährten von anderen Bewohnern der Auenlandschaft.

Abendprogramm

SINNESREISE DURCH DIE NACHT

Natur mit allen Sinnen erleben lautet das Motto. Heute Abend könnt ihr euren Tast- und Riechsinn unter Beweis stellen. In Kleingruppen werdet ihr euch auf die Suche nach einigen Gegenständen und Produkten aus der Natur machen, die ihr durch Tasten und/oder Riechen und Schmecken erkennen müsst. Sie befinden sich in Schatzkästchen, die wir rund um das Quartier platziert haben. Wir sind schon gespannt, wie euch das gelingt!

 

2. Tag

Ganztagesprogramm

WENN LUCHS, BÄR UND WOLF AN UNSERE TÜRE KLOPFEN – EIN NATURERLEBNISTAG IM CUMBERLAND WILDPARK GRÜNAU

Luchs, Bär und Wolf gehören zu den faszinierendsten Kreaturen, die wir kennen. In Österreich galten sie lange Zeit als ausgestorben nun kehren sie auf leisen Pfoten in ihre alte Heimat zurück. In der wunderbaren Naturlandschaft des Cumberland Wildparks kann man sie aus der Nähe beobachten.

Am Vormittag könnt ihr eure Fantasie ausleben und euer handwerkliches Geschick unter Beweis stellen wenn ihr euch bei unserer Waldinszenierung in die Lebensräume und Lebensweise der Tiere hineinversetzen müsst. Dabei werdet ihr eine Menge neuer Eindrücke und Sichtweisen gewinnen. Wir erzählen euch wie sie sich verhalten, wie sie jagen und untereinander kommunizieren. Danach schauen wir bei den Luchsen und den wichtigsten Beutetieren dieser beeindruckenden Raubtiere vorbei.

Mittagessen im Wildparkstüberl

Am Nachmittag geht es zu den Bären und Wölfen. Dort stellen wir uns auch die Frage, wieso Tiere aussterben und welche Rolle wir Menschen dabei spielen. Und wir zeigen euch, wie man sich richtig verhält, wenn man diesen großen Beutegreifern in der Natur begegnet.

Anschließend besuchen wir auf unserer Runde durch den Wildpark noch die Biber und Fischotter, über die ihr ja schon am Vortag einiges erfahren habt. Am Weg dorthin werdet ihr auch noch Bekanntschaft mit unseren frei lebenden Wildgänsen und Waldrappen machen.

CW_Logo_150x102

Abendprogramm

Bei schönem Wetter Grillen und Lagerfeuer!

 

3. Tag

Vormittagsprogramm

AUF EXPEDITION MIT AKTIVEN NATURFORSCHERN

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus in das Naturschutzgebiet am Almsee, das mit seinen Flachwassern und Verlandungszonen, den Schwarz- und Grauerlensumpfwäldern, Feuchtgebieten und Moorwiesen sowie dem Toten Gebirge im Hintergrund eine einzigartige Kulisse für unsere Expedition bietet. Dort setzten wir uns aktiv für den Naturschutz ein und versuchen mit Hilfe von sachlichen Argumenten ein geplantes Bauprojekt zu verhindern. Ausgerüstet mit Keschern, Becherlupen und Pinseln erforscht ihr wie Wissenschaftler in kleinen Teams die Ökosysteme rund um den See. Ihr werdet die Erkenntnisse eurer Arbeit in einem Erhebungsbogen erfassen und mit der Kamera oder eurem Fotohandy dokumentieren.

a

Mittagessen im Seehaus oder in der Unterkunft, anschließend Abreise.

a

Streifen_PT_Almtal_1

Streifen_PT_Almtal_3

a

Folgt man von Scharnstein kommend der Straße in das Innere Almtal, eröffnet sich den Besuchern nach und nach der Blick auf eine bemerkenswerte Landschaft. Entlang der Alm mit ihrem glasklaren, grünlich schimmernden Wasser führt der Weg von Grünau vorbei an dichten Misch- und Nadelwäldern bis zum Almsee mit dem Toten Gebirge im Hintergrund.

Bereits 1965 wurde die Seefläche durch die Seen-Naturschutzgebietsverordnung zum Naturschutzgebiet erklärt. Seit Mai 2013 sind nun auch die Uferzonen mit ihren sehenswerten Verlandungsbereichen und Feuchwiesen sowie die als “Röll” bezeichneten Gebiete im Süden und die Moorwiesen bei Schwarzbrunn im Norden per Verordnung geschützt.

Das geschützte Areal zeichnet sich durch eine Vielzahl in Verbindung stehender Biotoptypen aus, deren Variationsbreite vom See über Fließgewässer bis hin zu Geröllschutthalden, Grau- und Schwarzerelnauen, Großseggenriedern und Moorbereichen reicht.

Die Feuchtgebiete bieten 35 nachgewiesenen Singvogelarten einen optimalen Lebens- und Durchzugsraum. Für 20 Vogelarten konnte sogar ein Brutnachweis erbracht werden. Neben den Singvögeln gibt es auch bedeutende Vorkommen von Wasservögeln. Hinzu kommen die, in den 70er Jahren von der nahegelegenen Konrad-Lorenz Forschungsstelle angesiedelten Wildgänse, welche den Almsee als Brutgebiet und Nächtigungsort nutzen.

Der See wird über den am Südufer einmündenden Aagbach mit klarem und kaltem Bergwasser gespeist und erreicht auch im Hochsommer kaum mehr als 14° Celsius. Ein idealer Lebensraum für den unter Wasser blühenden Haarblättrigen Wasserhahnenfuß und die Armleuchteralgen. Neben den autochthonen Fischarten Elritze, Koppe, Seesaibling, Seeforelle und Schierling finden sich auch Äschen, Aiteln, Bachforellen, Bachsaiblinge und Regenbogenforellen in den Gewässern.

Besonders interessant sind die Flachwasser- und Verlandungszonen sowie die durch den hohen Wasserstand beeinflussten Schwarz- und Grauerlensumpfwälder. Großseggenbestände in den Uferzonen und Schwimmrasengesellschaften geben Aufschluss über die Verlandung im Zuge der Sukzession. Im Unterwuchs der Schwarzerlen-Bruchwaldbereiche dominieren neben den Seggen auch noch einige Farnarten die Vegetation. Durch die Ausweitung des Schutzgebietes kann sich der Auwaldbereich nun ohne gröbere menschliche Eingriffe entwickeln.

Der Aagbach und der Kolmkarbach transportieren während und nach Starkregenereignissen bzw. der Schneeschmelze große Geschiebemengen aus dem Hinterland über die Abhänge des Toten Gebirges und die Röll teilweise bis in den Almsee. Diese Geschiebedynamik ist auch in der Grauerlenau kurz vor der Mündung in den Almsee gut zu erkennen.

Zahlreiche Neben- und Totarme sowie wassergefüllte Becken, die abschnittsweise auch ausgetrocknet sind prägen diese natürliche Landschaft. Versumpfte, dickichtartige Waldbereiche wechseln mit kleinen Kies- oder Sandbänken die von Rot- und Rehwild sowie Bibern und Füchsen gerne genutzt werden. In den Senken bilden sich bei geringer Wasserführung und wenig Eintrag kleine Tümpel aus, welche Amphibien als Laichhabitate dienen.

Rund 1, 5 km nördlich des Nordufers des Almsees stößt man auf von Torf bedeckte Bereiche, die mit Mineralböden abwechseln, die sogenannten Schwarzbrunn-Wiesen. Eine ebene, 15 ha große Fläche, welche von mehreren Bächen durchzogen wird. Die floristische und faunistische Artenvielfalt der Niedermoorwiesen wird durch extensive Mahd bzw. Schwendungsmaßnahmen aufrechterhalten.

Auch außerhalb des Naturschutzgebietes trifft man auf eine durch ihre natürliche Ausprägung und Artenvielfalt geprägte Landschaft. Das glasklare Wasser der Alm fließt bis Grünau vorbei am Cumberland Wildpark durch eine relativ natürliche Uferlandschaft mit dynamischen Schotter- und Sandbänken. Dieser Gebirgsflussabschnitt ist nur in geringem Ausmaß durch Wildbachverbauungen beeinträchtigt und kann mit stabilen Biber- und Fischotterbeständen aufwarten.

Der Cumberland Wildpark wurde in den 1970er Jahren von der Herzog Cumberland Stiftung gegründet und liegt verkehrstechnisch gut erreichbar auf halbem Weg zum Naturschutzgebiet. In einer natürlichen Umgebung mit sensationellem Blick auf das Tote Gebirge entstand auf über 60 ha eines der größten Wildpark-Areale Österreichs. Seit der strategischen Neuausrichtung im Jahr 2009, hat sich der Wildpark dank umfangreicher Investitionen in die Infrastruktur und die Neugestaltung der Gehege wieder zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt, in dem heimische und ehemals heimische Tiere sowie einige Exoten in einem naturnahen Umfeld beobachtet werden können.

An heißen Sommertagen laden die idyllisch gelegenen Ödseen in der Hetzau zu einem kühlen, erfrischenden und wahrscheinlich eher kurzen Bad ein. Wer das Wasser gern ein bisschen wärmer hat, kann stattdessen in das Schwimmbecken im Freibad von Grünau eintauchen.

a

Streifen_PT_Almtal_4

Cumberland_Wildpark_3

a

Der Cumberland Wildpark Grünau wurde in den 1970er Jahren von der Herzog von Cumberland Stiftung gegründet und liegt verkehrstechnisch gut erreichbar auf halbem Weg zum Naturschutzgebiet am Almsee. Das Areal des Wildparks besticht durch sein nahezu unversehrtes Ökosystem, das sich über mehr als 60 Hektar vor der eindrucksvollen Kulisse des Toten Gebirges ausbreitet. Rund 500 Tiere haben hier ein Zuhause gefunden.

Darunter befinden sich Braunbären, Luchse, Wölfe, Wildkatzen, (frei lebende) Biber, Fischotter, Füchse, Waschbären, Steinmarder, Frettchen, Elche, Rotwild, Rehwild, Damwild und Schwarzwild, Steinböcke, Mufflons, Wisent, Urwildpferde, Steinadler, Steppenadler, Gänsegeier, Uhus und Schneeeulen, um nur einige zu nennen. Besonders beeindruckend sind auch die frei lebenden Scharen von Graugänsen, Raben und Waldrappen.

2009 erhielt der Wildpark eine strategische Neuausrichtung. Der Geschäftsbetrieb wurde von einem gemeinnützigen Verein übernommen, der bei seiner Tätigkeit von mehr als 70 Unternehmen und Privatpersonen aus dem Almtal unterstützt wird. Der Verein strebt den Erhalt und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Wildparks an.

In der ersten Bauphase wurden ein neuer Betriebshof und ein neues Besucherzentrum mit angeschlossener Gastronomie gebaut sowie zahlreiche Tiergehege vergrößert und erneuert. Darunter befindet sich auch das neue Luchs-Gehege. In der zweiten Bauphase folgt nun der Neubau einer in Österreich einzigartigen Gemeinschaftsanlage für Bären und Wölfe auf einer Fläche von ca. 10.000 m2, die dem natürlichen Verhalten der Tiere besser entspricht und in der sie von den Besuchern hautnah bei der Futtersuche, beim Baden und beim Klettern beobachtet werden können.

Mehr Informationen findet ihr auf der Webseite des Wildparks, einfach Wildpark-Logo unten anklicken:

CW_Logo_150x102

 

a

Cumberland_Wildpark_2

Streifen_Jufa_1

a

Das Jufa Hotel Almtal liegt etwas außerhalb von Grünau in einer herrlichen Naturlandschaft mit weitläufigen Außenbereichen. In wenigen Minuten erreicht man mit dem Bus den Ort (ca. 1,5 km), den Cumberland Wildpark (ca. 3,5 km) und das Naturschutzgebiet am Almsee (ca. 10km).

Der Gebäudekomplex wurde 2014 generalsaniert. Die modernen, großzügigen Zimmer (Mehrbettzimmer für Schüler) sind mit hellen Möbeln ausgestattet und verfügen alle über ein eigenes Badezimmer mit Dusche und Toilette. In einigen befinden sich Etagenbetten.

Gleich an die Rezeption schließt das hauseigene Cafè mit Barbereich an. Vor dem Hotel befindet sich eine Sonnenterrasse, die nicht nur tagsüber sondern vor allem auch am Abend gerne genutzt wird, um den Tag beim Sonnenuntergang oder unter dem wunderbaren Sternenhimmel gemütlich ausklingen zu lassen. Die Kinder und Jugendlichen können sich in der Zwischenzeit am nebenan liegenden Outdoor-Kinderspielplatz austoben oder eine Partie mit dem Riesenschach spielen.

Der Tag startet im Restaurant mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet samt eigener Bioecke. Auch zu Mittag und am Abend könnt ihr eure Auswahl am warmen Buffet mit eigenem Salat- und Dessertbereich selbst treffen. Nach Absprache nimmt das Hotel auch gerne Rücksicht auf Vegetarier, Veganer und Personen mit Lebensmittelallergien.

Wenn die Wetterlage es erlaubt, könnt ihr den Abend auch einmal gemütlich mitten im Grünen am idyllischen Lagerfeuerplatz vor der beeindruckenden Bergkulisse verbringen.

Das Jufa verfügt über 2 mit moderner Technologie ausgestattete Seminarräume sowie Jugendräume, die wir nach Absprache bei Schlechtwetter für unsere Regenersatzprogramme nutzen können.

Außerdem steht den erwachsenen Begleitpersonen zur Entspannung ein Wellnessbereich mit einer Finnischen Sauna und einem Kräuter-Laconium zur Verfügung.

Logo von JUFA Hotels quadratisch als JPG

a

Streifen_Jufa_2